Hohe Zinsen bei Krediten für Arbeitslose

Um einen Kredit von einer Bank zu erhalten, müssen Kreditnehmer bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Neben der Volljährigkeit und einer guten Schufa-Auskunft muss der Kreditnehmer ein regelmäßiges Einkommen nachweisen können. Das ist deshalb erforderlich weil die Banken sicherstellen wollen, dass der Kredit auch wieder zurückgezahlt wird. Dies ist aber nur dann möglich, wenn das Einkommen hoch genug ist, um den Lebensunterhalt und die monatliche Rate zu bezahlen.

Ist ein Kredit trotz Arbeitslosigkeit möglich?

Da durch die Arbeitslosigkeit das Einkommen niedriger ausfällt als zur Zeit der Beschäftigung, ist die Möglichkeit kaum gegeben, dass man für den Lebensunterhalt und zusätzlich für eine monatliche Kreditrate aufkommen kann. Weiterhin lauert die Gefahr, dass zu einem späteren Zeitpunkt nur noch eine Grundsicherung vom Staat überwiesen wird, sollte man keine neue Anstellung finden. Damit wird der finanzielle Spielraum drastisch eingeschränkt.

Hohes Risiko = hoher Preis

Kredite für Arbeitslose stellen für Banken daher ein hohes Ausfallrisiko dar. Sollten sie sich dennoch dazu bereit erklären, einen Kredit zu bewilligen, wollen sie dafür auch einen hohen Preis haben. Daher müssen hohe Zinsen bei Krediten für Arbeitslose bezahlt werden. Diese liegen meist im zweistelligen Bereich bis zu 17 % p.a. Dadurch entstehen logischerweise hohe Kreditraten, die monatlich bezahlt werden müssen.

Eine Kreditaufnahme trotz Arbeitslosigkeit ist nicht unmöglich, aber riskant. Wenn man nicht genau kalkuliert welchen Betrag man monatlich abführen kann, ist die Gefahr sehr groß, dass man in eine Schuldenspirale gerät. Insbesondere erhöht sich diese Gefahr, wenn man keine neue Beschäftigung findet.

Das Geld wird dann meistens so knapp, dass ein privates Insolvenzverfahren in vielen Fällen nicht zu vermeiden ist.